Sie Fiel Vom Himmel

VÖ: 20. 01. 2012
toni kater records/ solaris empire/ Broken Silence


TEXTE

  • Verwirrt

    Ich glaube keinem, was er sagt
    Ich schweige Löcher in den Tag
    Ich bin fertig
    Ich bin k.o.

    Ich sehe Sachen, die so nicht sind
    Und steh vor dieser Welt wie blind
    Ich bin fertig
    Ich bin kaputt

    Wenn du nicht bei mir bist,
    Weiß ich, daß es am schlimmsten ist
    Und ich tanze weiter
    Ich tanze durch
    Der Tag ist nur ein Tag,
    An dem die Nacht nicht nach morgen fragt
    Und ich gehe weiter
    Ich tanze durch

    Ich bin ein Kraftwerk, hast du noch Strom
    Ich laufe heiß, was heißt das schon
    Ich bin so fertig
    Ich bin k.o.

    Ich fliege, schwimme, reite, wander
    Durch diese Stadt, alles bringt mich durcheinander
    Ich bin kaputt

    Wenn du dann bei mir bist,
    Weiß ich, daß es noch schlimmer ist
    Und ich tanze weiter
    Ich tanze durch
    Ein Tag ist nur ein Tag,
    An dem die Nacht nicht nach morgen fragt
    Und ich gehe weiter
    Bring mich durch

    Wenn du nicht bei mir bist,
    Weiß ich, daß es am schlimmsten ist
    Und ich tanze weiter
    Ich tanze durch
    Der Tag ist nur ein Tag,
    An dem die Nacht nicht nach morgen fragt
    Und ich gehe weiter
    Und halte durch

    Und ich tanze mich weiter
    Und ich dreh mich weiter….

    © Toni Kater

  • Venedig

    Es geht nicht vor und nicht zurück
    Es geht nicht rauf und nicht bergab
    Es geht nicht links, es geht nicht rechts
    Mein Haus steht fest

    Ich bin zu jung, ich bin zu alt
    Das Wetter ist zu warm oder zu kalt
    Es ist zu früh, es ist zu spät
    Ich weiß nicht, wohin der Wind draußen weht

    Ich stehe auf dem Kirchturm und läute die Zeit
    Die Glocken klingen und das Wasser steigt
    Ich habe keine Angst, ich kenne keinen Weg
    Der diese Stufen zurück auf die Erde geht

    Es gibt kein Schwarz und auch kein Weiß
    Und jede Linie wird zum Kreis
    Ich habe keinen Plan von der großen Idee,
    Die manche schon am Himmel sehn

    Ich stehe auf dem Kirchturm und läute die Zeit
    Mein Turm steht fest und nur das Wasser steigt
    Ich habe keine Angst, ich kenne keinen Weg
    Der diese Stufen nochmal nach unten geht

    © Toni Kater, 2011

  • America

    Je m´en fous
    Je sais pas
    J´en sais rien
    Complètement

    Je m´en fous
    J´en sais rien
    Je sais pas
    Encore une fois


    Je m´en fous America
    America, je m´en fous

    J´veux qu´on rit
    J´veux qu´on danse
    J´veux qu´on s´amuse
    Comme des fous

    Je m’en fous
    J´en sais rien
    Je suis pas
    Encore une fois


    Je m’en fous America
    America, je m’en fous

    © Toni Kater, 2011

  • Krass

    Manchmal scheint man langsam zu sterben
    Anstatt was Vernünftiges zu werden
    Wo man sich entscheiden und bleiben muß, wo man lieber geht
    Und genau so viel umfällt, wie widersteht.

    Du hast immer gewartet, und auch das hat nicht gereicht
    Je älter du wurdest, desto mehr war dir gleich
    Keine Entfernung, kein Limit und kein Halt
    Und wenn es vorbei war, war es kalt

    Wir haben alles versucht
    Wir haben alles getan
    Waren immer nur das, was die Anderen nicht warn
    Alle Farben schwarzweiß
    Und wir bleiben blass
    An manchem Tag sieht man nicht mal mehr das
    Manchmal hat man keine andere Wahl
    Was immer du wählst und alles andere ist egal
    Alle Katzen sind grau
    Und wir bleiben blass
    Mancher Tag ist einfach nur krass

    Manchmal würdest du lieber geben
    Doch wovon, wovon sollst du es nehmen
    Immer tapfer nach vorn und dann leise zurück
    Egal, wo du hingehst, es nimmt dich mit

    Wir haben gelogen
    Und wir haben gestohln
    Wir haben betrogen, um uns zurückzuholn
    Für uns war es immer
    Immer gerecht
    Für uns war es ehrlich, und für uns war es echt
    Manchmal hat man keine andere Wahl
    Was immer du wählst und alles andere ist egal
    Alle Farben sind schwarz
    Und wir bleiben blass
    An manchem Tag sieht man nicht mal mehr das
    Wir haben alles versucht
    Wir haben alles getan
    Waren immer nur das, was die Anderen übersahn

    © Toni Kater

  • Sie fiel vom Himmel

    Sie fiel vom Himmel
    Sie fiel vom Himmel direkt in dein Bett
    Sie fiel durch alle Böden, und jetzt ist sie weg
    Du wußtest gar nicht was, und auch sie aht nichts gesagt
    Du wolltest nur da sein, falls sie aufwacht
    Und hinter ihr, wo der Traum zerbricht
    Ist nur ein Streifen Licht
    Ein Licht von einem anderen Stern
    Vor Jahren verloschen
    Sie hatte Fügel, doch die wollte sie nicht mehr
    Du schüttelst ihre Federn in deiner Decke hin und her
    Du suchst den Himmel ab nach Zeichen, nach einem leisen Herzschlag
    Die Zeit stellt ihre Weichen und viel zu früh kommt der Tag
    Und da, wo der Morgen anbricht
    Ist nur ein Streifen Licht
    Ein Licht von einem anderen Stern
    Vor Jahren verloschen
    Wo sie grad war, ist auf einmal nichts
    Nur ein Streifen Licht
    Ein Licht aus einer anderen Zeit
    Vor Jahren vergangen
    —————————————————
    Du hast mir nicht gesagt
    Daß der Himmel ein Loch hat
    Und ich such nach dir
    Und ich suche den Himmel über mir

    © Toni Kater

  • Tattoo

    Wenn diese Welt so schrecklich ist
    Wie kann es sein, daß du so weich bist
    Wenn diese Zeit zur Hölle fährt
    Fahrn wir nicht mit

    Wenn jeder Tag nur das Gleiche ist
    Wie kann es sein, daß du dich hingibst
    Wenn alles immer schlechter wird
    Wird es mit dir gut.

    Ich trage deinen Namen
    Wie die Schiffe den Anker
    Ich trag dein Netz aus Träumen
    Wie ein Tattoo auf meiner Haut

    Ich schweige unsre Worte
    Mit den Fischen im Hafen
    Ich trage deine Liebe
    Wie ein Tattoo auf meiner Haut

    Wenn diese Welt so riesig ist
    Wie kann es sein, daß du mich findest
    Wenn alles immer lauter wird
    Hörn wir nicht hin

    Wenn dieser Weg zuende geht,
    Wie kann es sein, daß mich deine Liebe trägt?
    Und sind die Menschen auch kaputt,
    Sehn wir sie ganz

    Ich trage deinen Namen
    Wie die Schiffe den Anker
    Ich trag dein Netz aus Träumen
    Wie ein Tattoo auf meiner Haut

    Für dich leucht ich von innen
    Wie Glühwürmchen im Juni
    Ich trage deine Sonne
    Wie ein Tattoo auf meiner Haut

    Ich lache deine Tränen
    Wie einen Sommerregen
    Ich trage meine Liebe
    Wie ein Tattoo auf meiner Haut

    ©Toni Kater, 2011

  • Geh nicht kaputt

    Geh nicht kaputt an Langerweile
    Geh nicht kaputt an deinem Geld
    Geh nicht kaputt an deiner Liebe
    Geh nicht kaputt an dieser Welt

    Geh nicht kaputt an deinen Wünschen
    Geh nicht kaputt an unsere Zeit
    Geh nicht kaputt an deinen Wunden
    Geh nicht kaputt an Einsamkeit


    Geh nicht kaputt an diesen Schwierigkeiten
    Nicht kaputt an diesem Überfluß
    Geh nicht kaputt an diesen Zeiten
    Nicht kaputt an so viel Angst und Frust
    Geh nicht kaputt an deinem Können
    Geh nicht kaputt an dieser Welt
    Geh nicht kaputt an dem, was hier passiert

    Geh nicht kaputt an deinen Träumen
    Geh nicht kaputt an dem, was du siehst
    Geh nicht kaputt an deinen Fehlern
    Bleib naiv
    Glaube weiter an deine Liebe
    Glaube weiter, daß der Boden hält
    Glaube weiter an das Gute
    Glaube weiter an diese Welt


    Geh nicht kaputt an all den Möglichkeiten
    Nicht kaputt, an dem was wirklich ist
    Geh nicht kaputt an diesen Zeiten
    Nicht kaputt an dem, was du nicht bist
    Geh nicht kaputt an deinem Können
    Geh nicht kaputt an dieser Welt
    Geh nicht kaputt an dem, was dir passiert


    Geh nicht kaputt an all den Möglichkeiten
    Nicht kaputt an dem, was du nicht schaffst
    Geh nicht kaputt an diesen Zeiten
    Und mach nicht kaputt, was du grad machst
    Geh nicht kaputt an deinem Können
    Geh nicht kaputt an dieser Welt
    Geh nicht kaputt an dem, was dir passiert

    © Toni Kater

  • 1 Land

    Ein Meer, ein Land, eine Stadt
    Ein Fluß, ein Baum, ein Blatt
    Ein Haus, ein Licht, ein Wort
    Einsam, denn du bist fort

    Ein Mond, ein See, ein Boot
    Ein Leben, ein Tod
    Ein Name, ein Duft, eine Zeit
    Einsam vor Einsamkeit

    Ein Mensch, ein Blick, ein Kuß
    Ein Anfang, eine Mitte, ein Schluß
    Ein Jahr, ein Tag, ein Ort
    Einsam, und du bist fort

    Ein Name, ein Moment, ein Lied
    Eine Bewegung, ein Abschied
    Ein Morgen, ein Kleid, ein Schuh
    Einsam und dazwischen du

    © Toni Kater

  • Raubtier

    Ich möcht ein Raubtier sein in deinen Zähnen
    Ich möcht ein Raubtier sein in deinen Zähnen
    Ich werf mich hin, ich werf mich her
    Und du verbeißt dich immer mehr

    Ich möcht verloren gehn in deinen Krallen
    Ich möcht verloren gehn in deinen Krallen
    Ich werf mich hin, ich werf mich her
    Und ich verfang mich immer mehr

    Ich möcht ein Raubtier sein
    Und dich rauben
    Ein Raubtier sein
    Geraubt von dir
    Ich möcht ein Raubtier sein
    Und wir rauben
    Geteilt wird nur mit dir

    Ich möcht um Hilfe schrein in deinen Augen
    Ich möcht um Hilfe schrein in deinen Augen
    Die Liebe fließt, es fließt das Blut
    Und Funken fallen in die Glut

    Der Morgen graut, die Sonne taucht
    Hinein, hinunter, gelber Rausch steigt aus dem Vulkan,
    In dem wir schlafen
    An den Blättern hängen blütenschwer
    Die Träume, die gern so wärn wie der Traum,
    In dem wir uns trafen

    Ich möcht ein Raubtier sein
    Und dich rauben
    Ein Raubtier sein
    Geraubt von dir
    Ich möcht ein Raubtier sein
    Und wir rauben
    Geteilt wird nur mit mir

    © Toni Kater

  • Was du siehst

    Ich hab gehört, was du erzählst
    Ich hab gehört, was du erzählst
    Du weißt, daß nichts davon so ist

    Die Leute reden viel
    Ich dachte, einer kennt mich

    Ich hab gesehen, was du siehst
    Ich hab gesehen, was du siehst
    Ich weiß, daß nichts davon so ist

    Die Leute sehen viel
    Ich dachte, einer kennt mich

    © Toni Kater

  • Fuchslied (ich fahre und fahre….)

    Ich fahre und fahr in einer Kugel aus Glas
    Aus Wolken und Luftballons, aus Regen und Gas
    Ich fahre und fahr mein ganzes Leben entlang
    Ich fahre und fahre und halte nie an.

    Ich fahr dorthin, wo mich keiner kennt
    Ich fahr dorthin, wo der Himmel am meisten brennt
    Pferde galoppieren vorbei
    Und ich weine, ich weine, ich weine, ich weine Blei.

    Ich fahr in einer Kugel aus weißem Wind
    Gezogen von Vögeln, die nachtblind sind
    Fliegen und Liegen, Fallen, Bleiben und Schweben
    Wie Seifenblasen
    Ich bleibe am Leben.

    Ich fahr hinein in die dunkle Nacht
    Der Fuchs im Wald hat wie du gelacht
    Der Regen ist rot, und ich fürchte mich
    Doch ich fahre und fahre und fahr, doch ich vergeß dich nicht.

    © Toni Kater, 2012

  • Was sind das für Zeiten

    Was sind das für Zeiten
    Was soll hier passiern
    Wo sind wir gewesen und
    Was machen wir noch hier
    Morgen oder Abend
    Unendlich weiter Blick
    Hoffnung zwischen den Sternen, ein bißchen Licht und alles,
    Was fällt, fällt auf uns zurück

    Was haben wir noch vor uns
    Und was ist schon vorbei
    Sind wir jetzt das Eine
    Und wenn, wer sind wir zwei?

    Ich weiß nicht, was ich sage, und ich weiß auch nicht,
    Was du davon hältst
    Es kann einfach so passieren, es passiert und wenn,
    Passiert es von selbst

    Einfache Geschichte
    Kompliziert erzählt
    Klare weiße Worte, gerade Straßen und doch
    Jedesmal verfehlt
    Ich seh, daß du mich ansiehst
    Versunken und verdrängt
    Und ständig wiederholt sich, wiederholt sich ein
    Einziger Moment

    Sind wir grad zusammen oder sind wir schon vorbei
    Was liegt da noch vor uns
    Und wenn, wer sind wir zwei?

    Ich weiß nicht, was ich tue, und ich weiß auch nicht,
    Ob du mich hältst
    Du kannst nichts davon behalten, es nicht halten außer
    Es hält von selbst

    © Toni Kater